Toma rockt!

Ist auf dem ersten Album "Alles wird gut" vor allem verspielter und aufwendig produzierter deutscher Gitarrenpop zu hören, der im Radio läuft und sich Song für Song im Gehörgang festsetzt, so rockt und drückt das live, dass einem die Kinnlade runterklappt. Im Herbst 2011 wurde es mit neuer Livebesetzung und komplett neuen Song-Arrangements auf einmal richtig laut. Nach wie vor, Toma klingt eigenständig, mehr denn je, und besitzt ein unverkennbares Gefühl für die Beschreibung dessen, was auf diesem Planeten so passiert, und jetzt rockt das auch noch und überzeugt vom ersten bis zum letzten Ton mit fettem Groove, grandiosen Melodien und Texten, die einen fesseln und berühren.

Reduziert und auf den Punkt gebracht kommt das Rocktrio mit Gitarre, Schlagzeug und Bass daher, und setzt mal wieder neue Impulse in der deutschen Indieszene. Jetzt haben die Drei sich damit kurzer Hand für ein Wochenende im Studio einquartiert und einfach alles live eingespielt, um zu zeigen, wie das klingt, wenn sich ein Sachse, ein Hamburger und ein Schwabe zusammentun und sich aufmachen, die Bühnen der Republik zu erobern.

Die Band

Thomas - Gesang, Gitarre, Songwriting

Thomas "toma" Barth lebt seit 2004 in Hamburg, ist Musikproduzent, Komponist, Tontechniker und Inhaber der Mondbasis Hamburg (www.mondbasis-hamburg.de).
Er schreibt die Songs, macht die Texte und Musik und bringt mit seinem unkonventionellen Gitarrenspiel und Songwriting die Extraportion Eigenständigkeit mit, die dieses Trio so besonders macht. Als Sänger, Gitarrist, Pianist, Schlagzeuger und Bassist ist er auf zahlreichen Studioproduktionen zu hören und startete Toma 2008 als Soloprojekt, indem er die erste Platte komplett allein einspielte und produzierte.

Ben - Bass

Ben Nestler kam nach Hamburg, um Bass zu spielen. Er ist erst im Herbst 2011 mit der Neuformierung der Band zu Toma gestoßen. Vom ersten Ton an passte hier alles, wie die Faust aufs Auge. Als das perfekte Bindeglied zwischen Gitarre und Schlagzeug sorgt er für das fette Tieftongewitter und groovt sich durch die Songs. Außerdem spielt er noch in diversen Rock, Blues und Jazzformationen in Hamburg und ist als Live- bzw. Studiobassist die erste Wahl in der Mondbasis Hamburg.

Jan - Schlagzeug

Jan Kröger gehört seit 2009 zur festen Livebesetzung bei Toma. Er spielt außerdem die Drums bei der Band reecover, bringt jungen Drummern das Spielen bei und ist als Live- und Studiodrummer die Nummer Eins der Mondbasis Hamburg. Jan hat die Technik und das Feeling. Bei ihm groovt alles und wenn er sich nicht gerade perfekt in einen Popsong oder ein Jazzstück einfügt, kann er auch richtig laut, böse und mächtig.

Fragen und Antworten... Thomas lässt wieder keinen Anderen zu Wort kommen;-)


Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen?

Na ja, ich habs als Soloprojekt gestartet... h raus und s weg, fertig

Ihr seid ein Trio - sind das nicht zu wenig für "anspruchsvolle" Musik?


Wie seid ihr zu eurem Plattenvertrag gekommen?
Das is wieder so n Ding meiner Persönlichkeitsspaltung:-)
Ich betreibe zusammen mit meiner Freundin das Label Sunbase Records (www.sunbaserecords.com) und hab dann unter den Vertrag einfach 2 Unterschriften gesetzt... Das klingt natürlich recht simpel aber am Ende steckt da sehr viel Arbeit, Konsequenz und Durchhaltevermögen dahinter und wir machen ja nicht alles allein, sondern arbeiten mit Promotionagenturen zusammen, haben einen Booker und einen Vertrieb als Partner, der dann die CDs am Ende in den Handel bringt. Aber wir haben so als Band eben auch alle Freiheiten und entscheiden selbst, wie wir was möchten.

Wer sind eure Vorbilder?
So richtige Vorbilder gibt’s da nicht. Keiner von uns versucht irgendjemandem nachzueifern oder ähnliches aber natürlich hat man Einflüsse, wir hören auch Musik oder lesen Bücher, schauen Filme, whatever... Ich z.B. mag Björk oder Radiohead aber auch Helmet und Motorpsycho sehr gerne und das auch nicht erst seit gestern. „Herr Lehmann“ ist ein toller Film und die „Hartmut und Ich“ Reihe von Oliver Uschmann habe ich bestimmt schon drei mal gelesen. Sicherlich kann man bei Jan als stärkeren Einfluss Benny Greb nennen oder bei Ben dann eben Markus Setzer, weil sie, zumindest für eine bestimmte Zeit, ihre Lehrer waren. Aber Anspruch auf Vollständigkeit erhebt das alles auf keinen Fall, denn da gibt es so vieles richtig Gutes, was einen bewegt und wir hoffen natürlich, dass auch wir die Leute berühren und bewegen können, aber dafür kann man nur sein, wer man ist und der Rest kommt dann von selbst.

In eurem Video zu Jeden Tag sind Zeichentrickfiguren zu sehen - Wer kam auf die Idee? Von was handelt der Song? Was soll das Video dazu aussagen?
Ein alter Schulfreund von mir, Steffen Meier, der zufällig auch hier in Hamburg gelandet ist, saß irgendwann, nachdem wir uns über viele Jahre aus den Augen verloren hatten, in einem Restaurant in Ottensen, in dem ich auch gerade mittag essen wollte und so haben wir uns hier in Hamburg wieder getroffen... Er zeichnet und animiert ziemlich geile Sachen und manchmal vertone ich im Studio die Kurzfilmchen mit Geräuschen und ein wenig Musik und als wir ein Video für die erste Single brauchten, wusste ich sofort, dass wir das mit ihm machen müssen. Wir hatten dann auch noch ziemlich kurzfristige Deadlines einzuhalten und so war das in einem Höllentempo, ich glaub, so nach einer Woche fertig. Steffen hatte dann sofort ein paar Ideen und wir haben ihn machen lassen. Zusammen mit Gunta Lauck hat er dann seine Interpretation des Songs umgesetzt und das is auch echt geil geworden. "Jeden Tag" Official Video
Die meisten Toma Songs haben keine feste Bedeutung oder Aussage, sondern lösen im Idealfall einfach Emotionen aus, die bei Jedem unterschiedlich sind und dadurch mehr eine Art gefühlte Bedeutung bekommen. Ich halte nicht so viel von rein interpretierten Sinnhaftigkeiten, entweder berührt dich der Song oder eben nicht aber das darf und soll sich jeder selbst aussuchen, was es für ihn bedeutet...

Was war eure erste gekaufte Platte / besuchtes Konzert und zuletzt gekaufte Platte / zuletzt besuchtes Konzert?
Also meine erste gekaufte Platte war noch ne Kassette:-) und das war „Violator“ von Depeche Mode, wenn ichs richtig in Erinnerung habe und das erste Konzert war irgendeine Amateurband, die ich nicht mehr weiß. Die letzte Platte hab ich vor ein oder zwei Wochen als Download gekauft und die ist gar nicht mehr so neu, das war Billy Talent II, war  allerdings auch die erste Platte, die ich überhaupt als Download gekauft habe, is eigentlich nicht so mein Ding, das mit den Downloads, aber da hatte ich grad Lust drauf und ich bin ja immer so ungeduldig*g* Mein letztes Konzert is  vielleicht 2 Wochen her, das war Night Laser, war ne Einladung und ich fands echt geil.

Wann würdet ihr sagen – Wir haben es geschafft?
Na wenn ich die Bahn gekriegt hab z.B. oder die scheiß Steuererklärung fertig is, dann sag ich sowas schonmal. Als Gemeinschaftsschaffungsfertigstellung quasi kann man da vielleicht auch mal die letzte Aufnahmesession anführen. Ich bin ein Getriebener, bin nie wirklich zufrieden und benutze Aussagen, wie diese eigentlich meist nur für kleine lästige Dinge, die man eben so erledigen muss und man dann froh ist, dass die erledigt sind und man sich wieder dem  zuwenden kann, was man eben eigentlich vorhatte:-) Aber ich weiß, ich sollte mich viel öfter einfach mal freuen, wenn wieder eine Hürde genommen ist, auch wenn da noch etliche vor einem sind und irgend so ein ominöser Typ ständig Weitere dahinter platziert*g*

Auf welcher Sprache singt ihr und warum?
Deutsch, weil ich mich in meiner eigenen Sprache einfach am besten ausdrücken kann.

Warum sollten Leute euch Live erleben?
Weils diese Atmosphäre einfach nur live zu erleben gibt. Warum geht man auf ein Konzert? Weil da noch ganz andere Sinne als nur das Hören angeregt werden und man irgendwie weiß, dass das, was man da gerade erlebt, einmalig ist und nicht reproduzierbar. Na ja, wer die Musik mag, geht dahin und vielleicht kommen auch ein paar Leute zufällig vorbei und vielleicht wird das ja richtig gut... Was sollen wir dazu selber sagen? Da muss sich schon jeder selbst ein Bild von machen. Wenn wir nicht überzeugt wären, von dem, was wir tun, würden wirs nicht machen.

Vervollständigt den Satz:

Wenn ich groß bin...    werd ich Elefant.

In 10 Jahren…    hat die Welt sich ein paar mal weiter gedreht.

Mein größter Traum ist...    wenn ich den jetzt versuche für mich stimmig zu beenden, wird es
philosophisch, total verschachtelt, weil in einem Satz und am Ende hat garantiert keiner verstanden,
was ich damit sagen wollte:-)

Musik ist…    Emotion und Leidenschafft.

Wenn ich mit der Musik aufhören müsste…    Wie kann man denn mit Musik aufhören müssen?
Das lässt sich nicht so einfach trennen von der Person die dahinter steht. Das ist ein Teil von mir
und es ist nicht möglich, sowas einfach abzuschalten. Mein Herz schlägt ja auch immer weiter und
wenn irgendwann mal nicht mehr, na dann hat das irgendwelche Konsequenzen von
Wiederbelebung bis Totalausfall...